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Was ist denn der Liebenzeller Gemeinschaftsverband?

Liebenzeller Gemeinschaftsverband

Bad Liebenzell ist ein idyllisches Städtchen im nördlichen Schwarzwald, zwischen Pforzheim und Calw gelegen. Seit 1902 ist die Kurstadt an der Nagold Sitz der weltweit arbeitenden Liebenzeller Mission. Mission braucht Menschen, die beten, geben und senden. Deshalb schließt Pfarrer Heinrich Coerper 1933 Christen und christliche Kreise in Süddeutschland zum Liebenzeller Gemeinschaftsverband zusammen.

Liebenzeller Gemeinschaftsverband

Ein Grundbedürfnis jedes Menschen ist, mit anderen Gemeinschaft zu erleben.

Unter dem Motto gemeinsam.glauben.leben laden wir Menschen in die Gemeinschaft mit Gott und anderen Christen ein. In der Arbeit mit Kindern, Teenagern und jungen Erwachsenen geht es um Spiel, Sport und Gottes Wort. In unseren generationsübergreifenden Gottesdiensten, Bibelstunden und Hauskreisen loben wir Gott mit Liedern und Gebeten und hören auf Texte der Bibel. Bei Gemeindefesten, Ausflügen, und Freizeiten wird die Gemeinschaft in der Praxis erfahren.

Am Pfingstmontag findet ER:FÜLLT statt. Dabei trifft sich der gesamte Verband, um Gemeinschaft zu erleben und sich neu darin zu ermutigen, dass Christen aus der Kraft des Heiligen Geistes leben.

Die beiden Frauentage im Januar und der Männertag am ersten Samstag im Februar sind begehrte Zielgruppenveranstaltungen, die ebenfalls der Gemeinschaft dienen.

Liebenzeller Gemeinschaftsverband

Der Liebenzeller Gemeinschaftsverband (kurz: LGV) ist generationenübergreifend tätig und sorgt umfassend für die geistliche Versorgung seiner Besucher und Gemeindemitglieder, d.h. er erfüllt kirchliche Aufgaben. Der LGV weiß sich den evangelischen Landeskirchen verbunden, in deren Gebiet seine Gemeinden/Gemeinschaften bestehen. Um dieser Verbundenheit Ausdruck zu verleihen, wurden bzw. werden Vereinbarungen mit den jeweiligen Landeskirchen abgeschlossen.

Der LGV ist gegliedert in 47 Gemeindebezirke mit rund 220 Orten in Baden-Württemberg, Bayern, Rheinland-Pfalz und Hessen. Seine ca. 130 Gemeinschaftspastoren, GemeindediakonInnen und JugendpastorInnen sowie zahlreiche ehrenamtliche MitarbeiterInnen, gestalten die Gemeindearbeit vor Ort. Der LGV erreicht mit seinen Verbandsveranstaltungen und vor Ort über 19.000 Erwachsene, Jugendliche und Kinder.

Der Verband wird von der Delegiertenversammlung, dem Komitee und Vorstand geleitet. Er ist ein gemeinnütziges Werk und finanziert sich durch Spenden.

Der LGV gehört dem Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverband an. Außerdem ist der Verband Mitglied im Diakonischen Werk Württemberg und mit der Liebenzeller Mission und dem SWD-EC-Jugendverband verbunden.

Durch die Deutsche Evangelische Allianz gibt es an vielen Orten eine gute Beziehung zu Christen aus Kirchen, Freikirchen und anderen Gemeinschaften. 

Wir glauben an Gott, ...

Wir glauben, dass Gott die Welt und uns Menschen durch sein Wort geschaffen hat und erhält und uns zur Gemeinschaft mit ihm und unseren Mitmenschen bestimmt und befähigt hat.

Gott hat jeden Menschen zu seinem Ebenbild geschaffen (1Mo 1,26) und mit einer unverlierbaren und unverletzlichen Würde beschenkt. Dies gilt auch für den ungeborenen, schwachen, armen, vertriebenen, entrechteten, kranken, behinderten, alten und sterbenden Menschen. 

Wir Menschen finden und erkennen uns in der Begegnung mit dem Schöpfer. Wir können uns nicht selbst schaffen oder uns unsere Bestimmung geben. Gott hat uns Menschen als Mann und Frau geschaffen (1Mo 1,27) und uns in einer polaren Beziehung der Geschlechter zu einem schöpferischen Füreinander in einer lebenslangen Ehe bestimmt (Mt 19,3-9). 

Gott kann genauso zu einem Leben in der Ehelosigkeit berufen (Mt 19,10-12; 1Kor 7). 

Gott hat die Welt sehr gut geschaffen und uns Menschen dazu bestimmt, sie in Verantwortung vor Gott zu bebauen und zu bewahren (1Mo 2,15). Seit dem Sündenfall wartet die Schöpfung auf ihre Erlösung am Tag Jesu Christi (Röm 8,18-25), wenn Gott einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen wird (Offb 21).

Wir glauben, dass Jesus Christus der Sohn Gottes ist, den der Vater in die Welt gesandt hat. In ihm hat er die Welt geliebt, damit alle, die an ihn glauben nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben (Joh 3,16).

Jeder Mensch ist von der Macht der Sünde in ihrer vielfältigen Gestalt betrogen, belogen und gebunden (Röm 3,9-18). Als schuldhafte Tat und tragisches Verhängnis (Röm 5,12-21) zeigt sich die Sünde in der verloren gegangenen Beziehung zu Gott und in den gestörten Beziehungen zum Mitmenschen, zur Schöpfung und zu sich selbst (1Mo 4-11; Röm 1,18-32).  

Menschliche Bemühungen um Bildung und Befähigung sowie um die Erneuerung gesellschaftlicher Strukturen können den Menschen nicht aus der Beziehungslosigkeit und den Bindungen der Sünde befreien (Mk 8,36). Dies geschieht nur durch die Erlösung in Jesus Christus, unserem Herrn. Aus dieser Erlösung folgt auch ein Auftrag zu Bildung und Befähigung sowie gesellschaftlicher, sozialer, ökologischer und politischer Verantwortung (Jer 29,7; Röm 13,1-7; 1Petr 2,13.17). 

Jesus Christus, wahrer Gott und wahrer Mensch, ist allein das Heil der Welt für alle Menschen (Apg 4,12). Er versöhnte uns durch seinen stellvertretenden Sühnetod am Kreuz mit Gott (2Kor 5,18f.), vergibt uns die Schuld, sendet uns in die Welt (Joh 17,18; 20,21) und befreit uns dazu, unserer göttlichen Berufung gemäß zu leben. Er ist leiblich von den Toten auferstanden und wird an seinem Tag alle zur Auferstehung rufen, die einen zum ewigen Leben, die anderen zum Gericht (Dan 12,2; Offb 20,11-15). Gott schenkt uns durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten schon heute eine lebendige Hoffnung auf das Leben in Gottes Reich (1Petr 1,3). 

In Jesus, dem Messias Israels, hat Gott den verheißenen neuen Bund mit Israel geschlossen, in den die Gemeinde aus den Nationen einbezogen ist (Jer 31,31; 1Kor 11,25). Dabei löst die Erwählung der Gemeinde aus Juden und Nichtjuden die bleibende Erwählung Israels nicht ab (Röm 11,17f.). Gott selbst wird sein Volk Israel die Vollendung des Heils in Christus schauen lassen (vgl. Röm 11,25ff).  

Am Ende der Zeit wird Jesus Christus wiederkommen und mit seiner Gemeinde in Ewigkeit herrschen (Röm 5,17; 2Tim 2,12; Offb 22,5).

Wir glauben, dass der Heilige Geist durch den Vater und den Sohn zu uns gesandt wurde, uns durch den Glauben an Jesus Christus zu Gottes Kindern macht (Röm 8,14f.), uns zur Erkenntnis der Wahrheit führt (1Tim 2,4) und uns sendet, diese Wahrheit der Welt in Wort und Tat zu bezeugen.

Gott spricht zu uns durch die Heilige Schrift und hat uns in ihr sein Wesen, seinen Willen und sein Heilshandeln in der Geschichte offenbart. Die Heilige Schrift Alten und Neuen Testaments ist als „eine lebendige Predigt des Heiligen Geistes“ (Confessio Virtembergica, Art. 27) Gottes wahres, inspiriertes, zuverlässiges und vertrauenswürdiges Wort (Ps 93,5; Jes 45,19; Joh 17,17; 2Tim 3,16). 

Sie ist der alleinige Maßstab für Glauben, Leben, Handeln und Heil der Gemeinde Jesu und jedes einzelnen Menschen. Gottes Wort und Menschenwort sind in ihr untrennbar verbunden. Einheit und Vielfalt ihres Zeugnisses finden ihre Mitte in Jesus Christus. Dieses Wort besitzt eine schöpferische, orientierende, korrigierende und erneuernde Kraft (Joh 1,1; Hebr 4,12; 11,3; Jak 1,18; Mt 8,8; Ps 119,105). 

Die Gemeinde Jesu Christi ist eine von Gott heraus gerufene Gemeinschaft in einer noch unerlösten Welt (1Petr 2,9). Sie ist dazu gesandt, nach Gottes Willen als Salz der Erde und Licht der Welt zu leben (Mt 5,13-16) und in kultureller, ethnischer und nationaler Vielfalt vereint den dreieinen Gott zu loben und anzubeten (Röm 15,5f; Eph 1,12; Offb 7,9f). Der Heilige Geist beruft jedes Glied seiner Gemeinde zum Dienen und begabt alle Glieder mit unterschiedlichen Gaben zur Auferbauung der Gemeinde (1Kor 12). 

Der Heilige Geist rüstet die Gemeinde auch in Verfolgung und Bedrängnis mit der Kraft zum Aushalten, Durchhalten und Festhalten am Bekenntnis der Hoffnung aus (Hebr 10,23). Die Pforten der Hölle werden sie nicht überwinden (Mt 16,18). Er leitet die Gemeinde zur Fürbitte und hilft ihr im Gebet. 

Der Heilige Geist macht die Gemeinde zur Teilhaberin an der Mission Gottes. In dieser Sendung ist das Evangelium Gottes Kraft, die alle rettet, die an Jesus Christus glauben (Röm 1,16). Der Heilige Geist macht uns tüchtig, Jesus Christus zu bekennen (1Kor 12,3), Rechenschaft abzulegen von der Hoffnung, die in uns ist (1Petr 3,15), und als seine Zeugen in alle Welt zu gehen, um Menschen zu Jüngern zu machen (Mt 28,18-20). 

Durch den Heiligen Geist ruft Jesus seine weltweite Gemeinde zur Einheit in dienender und ergänzender Partnerschaft. Er leitet sie auf ihrem Weg durch die Zeit bis zur Vollendung der Geschichte in Gottes neuer Schöpfung.

gemeinsam

Jeder hat sein eigenes Lebensumfeld, aber wir gehören als Christen zusammen. In unseren Gottesdiensten treffen sich Menschen unterschiedlichen Alters, um gemeinsam auf Gott zu hören, zu beten und zu singen.

glauben

Jesus Christus ist das Zentrum unseres Glaubens. Das Wort Gottes – die Bibel – ist unsere geistliche Grundlage. Uns ist das gemeinsame Beschäftigen mit der Bibel in Predigten, Andachten und Gesprächsgruppen wichtig. Wir laden zu einer persönlichen Beziehung mit Jesus Christus ein und bieten geistliche Heimat, damit Glaube sich entfalten kann.

leben

In unseren Veranstaltungen und durch persönliche Kontakte wollen wir Leben teilen und uns gegenseitig im Glauben an Jesus Christus stärken. Dabei sind uns alle Menschen willkommen.